Meine haarige Odyssee begann schon vor etlichen Jahren. Aufgrund von ständigen Problemen mit der Kopfhaut und diversen Lesestunden im Langhaarnetzwerk bin ich vor gut zehn Jahren von konventionellen Shampoos auf silikonfrei umgestiegen.

Meine haarige Odyssee

Über die Jahre habe ich etliche Shampoos ausprobiert:

  • diverse Naturkosmetikmarken,
  • unterschiedliche Baby-Shampoos,
  • Shampoos mit und ohne Sulfate,
  • milde Tenside und das Gegenteil davon.

Sogar Haarwäsche mit Natron, Lavaerde und auch die Curly-Girl-Methode habe ich erfolglos hinter mich gebracht. Meine Kopfhautprobleme wurde ich nie wirklich los und je nach Shampoo empfand ich meine Haare oft schon direkt nach dem Waschen als strähnig, und das trotz Zweifach-Waschgang.

Mein Haar hat Fieber. Es tropft und klebt.

Das alles hatte zur Folge, dass ich zwischendurch immer wieder zu einem speziellen Apothekenprodukt mit zweifelhaften Inhaltsstoffen greifen musste, um das Kopfhautjucken in den Griff zu bekommen und mir den Luxus zu gönnen, ab und zu ein Gefühl von sauberen Haaren erleben zu dürfen.

Experiment: Haarseife

Meine neu gewonnene Verpackungsfrei-Achtsamkeit ermutigte mich, meine haarige Odyssee mit weiteren Experimenten fortzusetzen.

Nach ein wenig Recherche entschied ich mich für die Haarseife Nelke-Teebaum von Savion und hatte nach der Haarwäsche strähnigere Haare denn je. Mein Hinterkopf klebte förmlich.

Ein bisschen Googeln brachte mir Klarheit:

Haarseife und festes Shampoo sind zwei grundverschiedene Dinge, auch wenn sie wie Synonyme klingen.

Vor allem bei kalkhaltigem Wasser, das wir hier definitiv haben, ist bei der Nutzung von Haarseife eine saure Rinse unerlässlich, da sich sonst Kalkseife in den Haaren als schmieriger Film ablagert.

Eine saure Rinse ist kurz gesagt eine Mischung aus Wasser und z.B. Apfelessig oder Zitronensäure, die nach der Haarwäsche als Spülung über die Haare geschüttet und im Normalfall auch nicht ausgewaschen wird. Ich habe saure Rinsen schon in der Vergangenheit ausprobiert und muss gestehen, ich kann mich dauerhaft echt nicht damit anfreunden. Ich bin einfach zu faul für sowas.

Experiment gescheitert

Damit hakte ich das Experiment Haarseife für mich ab und nahm mir vor, diese einfach als Körperseife zu nutzen mit dem Ergebnis furchtbar juckender Haut. Offensichtlich kam meine Haut mit der Zusammensetzung leider gar nicht klar. Damit war das Thema Haarseife leider nur noch ein Fall für Ebay Kleinanzeigen – es hat nicht zufällig jemand Interesse?

Das sagt natürlich nur über mich und meine Haut etwas aus, nicht über die Haarseife an sich. Es hat halt einfach nicht gepasst zwischen uns ;-)

Experiment: Festes Shampoo

Zugegeben, das alles hat mich ziemlich gefrustet. Ich nahm mir vor, einen letzten Versuch mit einem festen Shampoo zu starten. Mir zig verschiedene Produkte zuzulegen, von denen am Ende vielleicht keines passen würde, war für mich keine Option.

Kurzentschlossen entschied ich mich bei meinem nächsten Einkauf im dm für das feste Shampoo von Alverde.

Schon nach der ersten Haarwäsche war ich begeistert. So viel schöner Schaum, das Gefühl sauberer Haare trotz nur eines Waschgangs und bisher (toi toi toi) keinerlei Jucken und sonstwas.

Experiment geglückt – toi toi toi

Sollte meine haarige Odyssee damit echt vorbei sein? Ich traue dem Frieden noch nicht und bin gespannt auf die Langzeitwirkung. Ich benutze das Shampoo jetzt gute zwei Monate. Bisher scheint es gut zu passen, was natürlich nur für mich gilt und für andere Haar- und Hauttypen nicht unbedingt zutreffen muss. Aber ich bin seit langer Zeit mal wieder richtig zufrieden mit meiner Haarpflege und hoffe inständig, dass es anhält.

Andere Haarprodukte wie Spülung, Schaumfestiger, Haarspray und Gedöns nutze ich übrigens gar nicht. Das mag natürlich auch ein entscheidender Faktor sein bei der Auswahl des richtigen Shampoos. Alle Jubeljahre reibe ich mir etwas Öl in die Haarspitzen.

Was nutzt du für deine Haarpflege? Welche guten/schlechten Erfahrungen hast du so gemacht? Magst du sie mit mir teilen?

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Frau Lyoner