Zum 6-jährigen Bestehen seines Blogs hat Christof von einfachbewusst.de mehrere Blogger aus den Bereichen Minimalismus und Nachhaltigkeit gefragt, worauf sie verzichten und warum. So sehr ich mich darüber freute, dabei sein zu dürfen, so ratlos war ich doch zunächst.

Ja, worauf verzichte ich denn eigentlich?

Darauf eine Antwort zu finden, schien mir quasi unmöglich. Auch aufgrund der negativen Konnotation des Wörtchens Verzicht. Ich mag mich mittlerweile von allerlei Dingen und Vorstellungen getrennt haben, doch fühlt es sich nicht nach Verzicht an - im Sinne von etwas haben wollen, es aber nicht bekommen.

Der Verzicht auf Überflüssiges ist immer ein Gewinn. Ernst Ferstl

Der wichtigste Aspekt jedoch, weshalb mir eine Antwort schwer fiel, ist unbestreitbar meine konsequente Inkonsequenz. Worauf verzichte ich denn tatsächlich konsequent, statt nur stellenweise zu reduzieren?

Konsequente Inkonsequenz

Auf meinem Speiseplan stehen Zucker, Kaffee und auch Alkohol - insbesondere letzteres natürlich nicht täglich. Bei uns zuhause wird nicht jeden Tag Fleisch gegessen, aber von fleischfrei sind wir weit entfernt. Nur zu gerne würde ich unseren Verpackungsmüll mehr reduzieren, aber so richtig erfolgreich fühlt es sich bisher nicht an. Auch wenn mir bewusst ist, dass Fernsehen ein extremer Zeitfresser ist, lasse ich mich abends oft lieber von der Glotze berieseln, statt etwas Sinnvolleres mit meiner Zeit anzufangen. Zwar fahre ich selbst kein Auto und bin meist zu Fuß unterwegs, dennoch besitzen wir eins, das der Mann hauptsächlich für seinen Arbeitsweg, aber auch für’s Einkaufen nutzt. Der Großteil unserer Einrichtung besteht aus gebrauchten Möbeln, die wir uns über Ebay Kleinanzeigen angelacht haben. Auch fast alle Sachen unserer zweijährigen Tochter sind Second Hand - von Kleidung und Möbeln bis Zubehör jeglicher Art. Wir kaufen oft lieber gebraucht als neu. Dennoch flattert hier auch hin und wieder ein Päckchen mit neuer Ware vom bösen Online-Riesen mit dem großen A ein.

So richtig konsequent bin ich also eigentlich in keinem Bereich. Wie kann dann von Verzicht die Rede sein?

Eine Sache gibt es doch

Letztendlich ist mir dann doch eine Sache eingefallen, auf die ich tatsächlich konsequent verzichte. Was es ist? Tja, finde es doch selbst heraus und zwar hier:

17 Minimalismus- und Nachhaltigkeit-Bloggerinnen verraten, worauf sie „verzichten“ und was sie dadurch gewinnen

Der Artikel zeigt sehr schön, wie vielfältig Verzicht und Minimalismus gelebt werden kann. Das Schmökern lohnt sich! Danke an Christof für diese wunderbare Zusammenstellung und die Ehre, mitmachen zu dürfen!

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Frau Lyoner