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Einfach mal den Stecker ziehen

Ich geh jetzt off - Kennt noch jemand diesen Klassiker aus den altertümlichen Zeiten von ICQ? Im Zeitalter des Smartphones sagt sowas wahrscheinlich kaum noch jemand.
Ich benutze es doch gar nicht so oft, oder...? Vor einigen Monaten verspürte ich so ein ungutes Gefühl. Wieviel Zeit verbringe ich wirklich an meinem Smartphone? Ist es tatsächlich so wenig, wie ich glaube? Kurzerhand habe ich mir eine App installiert, um für einige Wochen meine Handynutzung zu überwachen. Über das Ergebnis war ich durchaus etwas erschrocken. Ich kam locker auf zwei bis drei Stunden täglicher Nutzungsdauer. Dabei bin ich keine Person, die permanent am Handy hängt. Es ist so gut wie immer lautlos und liegt meist ungenutzt irgendwo rum. Dennoch treten bei mir lauter kurzweilige Ablenkungen auf, die sich über den Tag verteilt aufsummieren:
Ich google das mal schnell.Nur mal kurz Instagram/Twitter checken.Wie wird das Wetter morgen?Wie spät ist es denn? Oh, eine neue Nachricht. Nur mal kurz? Ich bin tatsächli…

Eine kleine Reise durch den Dschungel der Handlettering-Materialien

Wie man an meinen Beiträgen bzw. den zugehörigen Bildern unschwer erkennen kann, schlägt mein Herz für die Buchstabenmalerei, gemeinhin auch bekannt als Handlettering. Seit Ende 2015 bin ich diesem kreativen Hobby restlos verfallen. Mit Worten zu jonglieren und Buchstaben tanzen zu lassen ist meine Art der Entspannung und kreativen Entfaltung. Ich feile stetig an meinem Können und Stil und lade regelmäßig Ergebnisse auf meinem Instagram Profil hoch.


Im Bann der Buchstaben Handlettering ist unheimlich abwechslungsreich mit einem vielfältigen Repertoire an möglichen Werkzeugen und Techniken. Die immense Auswahl birgt allerdings besonders für Anfänger die Gefahr, sich im Dschungel der unterschiedlichen Materialien zu verzetteln und zu viele (unnötige) Anschaffungen zu tätigen. Ich persönlich rate dazu, lieber einzelne Stifte und Techniken auszuprobieren und sich nach und nach bewusst für jenes Werkzeug zu entscheiden, mit dem man ein gutes Gefühl hat. Es muss sich für einen selbst stimmi…

Zeit zum Improvisieren

Mit einem kleinem Kind, das regelmäßig für Verwüstung sorgt und einem abartig haarenden Hund gewinnen wir sicherlich keinen Preis in Sachen "Schöner Wohnen". Aber Pfuschen Improvisieren, das können wir!


Gut gepfuscht ist halb gewonnen In einem vergangenen Beitrag habe ich folgende Anregung gegeben, um unnötige Impulskäufe zu vermeiden:
Werde kreativ! Denke um mehrere Ecken, statt direkt auf die erstbeste gekaufte Lösung zurückzugreifen. Das klingt schon ziemlich abstrakt. Also habe ich überlegt: Wieso nicht einige ganz konkrete Beispiele aus unserem Zuhause zeigen?
Moderne Kunst


Schon mal solch eine schicke Radioantenne gesehen? Der Radioempfang funktioniert damit einwandfrei. Die eigentliche Antenne ist abgebrochen, aber dank des Kleiderbügels leistet das in die Jahre gekommene Gerät noch gute Dienste für unseren vierbeinigen Freund, der mit Musik besser entspannen kann. (Das ist leider kein Witz...)
Wiederverwertung

Klar kann man Geld ausgeben und eine spezielle Gewürztre…

Ordnung für Faule

Hallo, liebe Ordnungsgemeinde. Ich bin die Frau Lyoner und ich bin faul. Trotzdem mag ich es halbwegs ordentlich, denn sonst fühle ich mich nicht wohl und kann abends auf dem Sofa, meinem Lieblingsort, nicht richtig entspannen. Wenn es dir ähnlich geht, nimm dir ein paar Minuten Zeit und führe dir meine selbst erprobten Tipps in Sachen Ordnung für Faule zu Gemüte.


KorbmethodeWillst du einen unordentlichen Raum schnell aufräumen?

Schnapp dir eine Kiste, einen Korb, eben irgendein Behältnis und wirf alles hinein, was nicht in diesen Raum gehört.

Erst anschließend räumst du die Masse an eingesammelten Gegenständen an den richtigen Ort zurück. Mit dieser Methode brauchst du deutlich weniger Zeit, als wenn du jeden ortsfremden Gegenstand einzeln an den richtigen Ort tragen musst.

Wenn du es ganz eilig hast, weil sich spontaner Besuch angekündigt hat, kannst du den Korb voller heimatloser Gegenstände auch im Wandschrank oder an einem anderen für Besuch unzugänglichen Ort verstecken. Die bessere…

Aufräumen mit Dan Sha Ri - Teil 2: Praxistipps für mehr Ordnung

Neben der ganzheitlichen Theorie für ein aufgeräumteres und einfacheres Leben finden sich im Buch Dan Sha Ri von Hideko Yamashita auch praktische Tipps zur Umsetzung von Ordnung.

Im vorherigen Beitrag wurde bereits das allgemeine Konzept beschrieben, das sich hinter den drei Worten Dan Sha Ri verbirgt:
Aufräumen mit Dan Sha Ri - Teil 1: Leben im Hier und Jetzt
Klein anfangen Du musst nicht an einem Tag deinen kompletten Haushalt in einen perfekten Zustand versetzen. Der Anspruch, alles auf einmal bewältigen zu wollen, kann lähmend wirken und verhindern, dass man überhaupt anfängt. Fange stattdessen also besser klein an. Hauptsache du fängst überhaupt an.

Bestimme anhand deiner Zeitvorgabe den Ort.

Überlege dir, wie viel Zeit dir gerade zur Verfügung steht, um aufzuräumen. 5 Minuten? 2 Tage? Wenn du nur wenig Zeit hast, gehe eben nur eine einzelne Schublade oder deinen Geldbeutel an. Auch das ist schon ein Fortschritt. Besser als nichts zu tun.

Suche dir für den Anfang einfache Orte aus.

Aufräumen mit Dan Sha Ri - Teil 1: Leben im Hier und Jetzt

Marie Kondo hat mit ihrem Buch Magic Cleaning bei mir schon vor mehreren Jahren für ein Aha-Erlebnis in Sachen Ordnung gesorgt. Daher bin ich ein ganz großer Fan der KonMari-Methode.

Hier habe ich bereits darüber berichtet:
Aufräumen mit KonMari - Teil 1: Behalte nur, was dich glücklich macht
Aufräumen mit KonMari - Teil 2: Das Sentimentale ganz zum Schluss
KonMari vs. Dan Sha Ri Was mir bei Magic Cleaning allerdings gar nicht zusagt, ist die verherrlichte Wegwerfmentalität. Alles, was nach dem Ausmisten nicht bleiben darf, fliegt sofort in die Mülltonne. Selbst, wenn es sich um nigelnagelneues Geschirr oder ungetragene Kleidung handelt. Dabei gibt es genug Möglichkeiten, gut erhaltene Dinge auf nachhaltigere Weise loszuwerden und damit anderen Menschen eine Freude zu bereiten.

Vor einigen Monaten stieß ich auf ein weiteres Buch aus Japan zum Thema Aufräumen: Dan Sha Ri von Hideko Yamashita. Ich war neugierig, inwiefern es sich von Marie Kondos Methode unterscheiden würde und welche I…

Sofort mehr Platz im Kleiderschrank!

Ja, ich weiß, das klingt wie so ein abgedroschenes Versprechen dieser schlecht synchronisierten Teleshoppingsendungen. Doch das hier im Beitrag verlinkte YouTube-Video hat wirklich eine durchaus lebensverändernde Wirkung, was Chaosbewältigung angeht. Manche Tipps sind so einfach wie effizient.



Das spannende Thema des heutigen Beitrags sind - Trommelwirbel - Spannbettlaken!

Spannbettlaken waren für mich schon immer sowas wie die Superschurken des Kleiderschranks. Ich bin inzwischen fast 30, doch ich habe tatsächlich erst vor ungefähr einem Jahr gelernt, wie man Spannbettlaken richtig faltet. Es gibt dafür nämlich eine ganz einfache Technik. Davor habe ich sie immer irgendwie zusammengeknüllt und das unordentliche Knäuel in den Kleiderschrank gestopft. Bei den Laken mit der 90x200 Standardgröße ging das ja gerade noch so, aber seit wir ein 200x200 Bett und die entsprechenden Bettlaken dazu hatten, war das Verstauen eine Katastrophe. Egal, wie ordentlich der Kleiderschrank vorher vielleich…

Eine Frage der Perspektive

Egal, wie sehr wir uns bemühen, wir können den Lauf der Dinge nur begrenzt kontrollieren. Wie viel Pläne wir auch schmieden, es wird dennoch immer unvorhergesehene Ereignisse in unserem Leben geben, die uns nicht unbedingt gefallen. Entscheidend für unsere innere Zufriedenheit ist, wie wir (langfristig) damit umgehen.


Alles eine Frage der Perspektive Unser persönliches Glücksempfinden hängt stark von unserer Perspektive ab. Um das zu verdeutlichen, habe ich folgendes Beispiel gewählt:

Ich habe mich auf Sonnenschein gefreut und jetzt regnet es.

Das Wetter ist ein gutes Beispiel für etwas, das sich nicht kontrollieren lässt.
Unproduktiver Lösungsansatz Ich beklage und ärgere mich darüber, dass es regnet und ich die Sonne nicht genießen kann. So hatte ich mir das aber nicht vorgestellt.
Doch das Wetter ist unabänderlich. Egal, wie sehr ich mich beklage, es ändert nichts an der Tatsache, dass es regnet. Es löst höchstens schlechte Laune bei mir aus.
Produktive Lösungsansätze Es gibt sinnv…

Wir sind der singende, tanzende Abschaum der Welt

Als ich im vorletzten Beitrag ein Zitat aus Fight Club verwendet habe, kam mir die Idee, diesem wunderbaren Film einen ganzen Beitrag zu widmen. Für mich ist er einfach ein Meisterwerk. Grandios und unheimlich inspirierend.


Lektionen des Loslassens Wer den Film tatsächlich noch nicht kennen sollte, dem kann ich nur dringend raten, ihn anzuschauen. Am besten sofort. Im Folgenden gibt es übrigens keinen Spoiler-Alarm, sondern nur großartige Filmzitate.
Das ist dein Leben und es endet Minute für Minute. Jede Minute, die ich für Ärger und Unzufriedenheit einsetze, ist eine verlorene Minute meines Lebens. Mit jedem einzelnen Augenblick sterbe ich ein Stückchen mehr. Zeit lässt sich nur an Parkuhren kaufen. Verflogene Zeit ist unwiderruflich verloren.

Nutze also jede Minute deines Lebens so gut wie möglich. Ganz nach deinem Ermessen. Mache das, was du für richtig hältst. Ignoriere einfach mal die Erwartungshaltung anderer Menschen. Du bekommst deine verlorene Zeit nicht wieder.
Erst nachdem …

Brauche ich das wirklich? - Teil 2: Kampf den Impulskäufen

Noch nie war Einkaufen so leicht wie heute. Nicht nur, dass die lokalen Geschäfte mit ihrer gigantischen Produktvielfalt locken, du musst nicht mal mehr das Haus verlassen, um etwas zu kaufen. Dank Internet und Smartphone kannst du von überall aus einfach alles online erwerben.

Doch diese immense Auswahl und ständige Verfügbarkeit verleitet leider allzu leicht zu unbedachten Impulskäufen, die sich im Nachhinein als unnötig erweisen.



Aber musst du wirklich alles innerhalb weniger Sekunden kaufen, nur weil du die Möglichkeit dazu hast? Rufe dir die Fallen der Selbsttäuschung aus dem letzten Beitrag in Erinnerung und denke zunächst über Alternativen nach.
Alternativen zum Neukauf Wenn du dir ein wenig Zeit mit der Kaufentscheidung lässt und nicht direkt im Laden oder online zuschlägst, erübrigt sich der Kauf manchmal von selbst. Ich habe schon einige Male die Erfahrung gemacht, dass ich für einen Gegenstand, den ich kürzlich noch kaufen wollte, plötzlich gar keinen Bedarf mehr hatte. Ein…